Erfahrungsbericht Sri Lanka

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Land
Sri Lanka
Träger
New home Beruwala e.V. e.V.
Freiwillige/r
Frauke König

Sozial-ökologisches Praktikum

Mein zweimonatiges Praktikum in Sri Lanka

Yattapatha – ein kleiner Fleck im Südwesten Sri Lankas mitten im Regenwald.
Yattapatha – ein kleines ursprüngliches Dorf, indem man die Singhalesen und ihre Mentalität hautnah kennen lernen kann.
Yattapatha – Heimat einer kleinen feinen Eco-Lodge, die vor Spontaneität, Zielstrebigkeit und Offenheit nur so sprüht.
Yattapatha – ein großes Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werden.

Alles begann mit der Idee, die Zeit zwischen Studium und Referendariat sinnvoll zu nutzen. Andere Menschen kennen lernen, ein fremdes Land bereisen und endlich mal wieder von den mittlerweile ein wenig eingestaubten Englischkenntnissen Gebrauch machen zu können, waren nur einige von vielen Motivationspunkten, die mich letztendlich nach Sri Lanka trieben.
Kaum in Sri Lanka angekommen, einmal tief Luft geholt, schon war ich mittendrin im Geschehen. Alles war anders: Klima, Menschen, Vegetation und Essen - eine wunderschöne Andersartigkeit, die einen in den Bann zieht.
In Yattapatha wurde ich sofort, ohne lange Beschnupperungsphase, in die multi-kulti Großfamilie integriert. Die Familie ist ein bunter Haufen bestehend aus Edna und Alli, der singhalesischen Geschäftspartnerin Kamani und ihren Kindern, Chandra der Köchin und August unserem Elektrogenie.
Meine Aufgaben vor Ort waren vielfältig. Frühstück vorbereiten, Tee pflanzen, Unkraut jäten und Malerarbeiten seien an dieser Stelle nur als einige von verschiedenen Arbeitsbereichen genannt. Am meisten Spaß gemacht hat mir allerdings der Englischunterricht. Circa 2 x wöchentlich kamen die Arbeiter, die tagsüber am Aufbau der Eco-Logde beteiligt sind, zum Englisch lernen in unser Haus. Auch die Kinder haben freiwillig am Unterricht teilgenommen. Plakate, eine Tafel, selbst gestaltete Arbeitsblätter und Schulbücher aus Deutschland halfen mir bei der Vermittlung von trockener Grammatik und schwierig auszusprechendem Vokabular. Zudem ermöglichten mir Edna und Alli einmal wöchentlich in einer Dorfschule zu unterrichten. Ziemlich schnell merkte ich, dass die Unterschiede zwischen dem singhalesischen und dem deutschen Schulsystem enorm sind. Wenig Materialien zur Wissensvermittlung, mehrere Schüler teilen sich ein Schulbuch und neugierige Blicke von Straßenhunden während des Unterrichts gehören zum täglichen Schulalltag einfach dazu. Doch die Schüler haben Spaß am Lernen und empfinden es nicht als Zwang zur Schule gehen zu müssen, sondern erkennen die Vorteile und den Nutzen von Bildung.
Neben den Aufgaben blieb noch genügend Zeit um etwas von Land und Leuten Sri Lankas zu sehen. Ausflüge nach Colombo, an den Strand und ins Landesinnere Sri Lankas zeigten mir wie abwechslungsreich die leuchtende Insel ist und dass es unglaublich viel zu sehen gibt. Aber die Umgebung rund um Yattapatha löste in mir immer wieder das „Aah ist das schön hier-Gefühl“ aus. Waren wir mal länger unterwegs, war es immer wieder toll in den Singharaja Rainforest zurückzukehren. Die Natur, die Berge, die vielen Geräusche von Tieren und Wasserläufen, ein Ort an dem man sich nur wohlfühlen kann.
In Yattapatha wurde es nie langweilig. Auch wenn es mal wieder geregnet hat, fanden wir immer einen Weg uns irgendwie bei Laune zu halten. Tanzen, Singen, Schwimmen, Memory spielen, die Kinder sind für alles zu begeistern.
Die zwei Monate in Sri Lanka sind sehr schnell vergangen – zu schnell. Ich wäre gerne noch ein paar Wochen länger geblieben. Der Abschied ist mir schwer gefallen. Ich muss unbedingt noch mal nach Sri Lanka, denn es gibt noch viel zu entdecken.

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