Erfahrungsbericht Ecuador

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Land
Ecuador
Träger
Experiment e.V. 
Freiwillige/r
Marcel

Faro del Saber Ciudadano

Meine ersten 3 Monate in Ecuador

-Auf und ab mit Happy End-

Wenn ich heute nach getaner Arbeit in der Haengematte vor dem Haus meiner (Gast)familie liege und mir bewusst mache, dass es ausser den ca. 75 weiteren Hauesern in meinem Dorf (Guayabillas) nichts in der naeheren Umgebung gibt ausser Regenwald, kann ich es manchmal noch gar nicht fassen wo die die letzten drei Monate – und damit ein Viertel meiner Zeit hier – geblieben sind. Die Zeit verging wie im Flug, wahrscheinlich weil es bis jetzt die erlebnisreichsten und spannendsten drei Monate meines Lebens waren. Aber fangen wir vorne an:

Alles begann mit einem der wenigen traurigen Hoehepunkte - dem Abschied in Deutschland. Und war die Stimmung auf meiner Abschiedsparty noch eine vergleichsweise heitere, so war sie spaetestens als ich den Weg Richtung Sicherheitskontrolle am Flughafen angetreten bin, doch etwas betruebter. Denn spaetestens dann wurde einem so richtig klar, dass man all die Menschen die einem lieb sind fuer lange Zeit nicht zu Gesicht bekommen wird. Doch waehrend meine Familie mit dieser traurigen Gewissheit wieder nach Hause fahren musste, begann fuer mich eine Reise ins Ungewisse. „Was wird mich erwarten? Welche Familie bekomme ich? Wie komme ich in einem fremden Land zurecht?“. Fuer mich begann ein Abenteuer, fuer mich begann ein Jahr in Ecuador!

Spaetestens nachdem ich die Sicherheitsprozeduren und die ersten 45 min Flug von Duesseldorf nach Amsterdam hinter mich gebracht hatte und ich in Shipol am Anschlussgate alle bekannten Gesichter von dem Vorbereitungsseminar treffen durfte, hatte man vor lauter Dingen die man sich zu erzaehlen hatte, gar keine Zeit mehr zum „trauern“!

Mit wenigen Highlights wie der Zwischenlandung in der Karibik ging dann auch die gefuehlte Ewigkeit im Flieger vorbei und langsam machte sich Aufregung breit. Zum einen weil einige Angst hatten ihr Gepaeck habe vielleicht nicht den Weg bis nach Quito geschafft, zum anderen, da - nachdem dann alle heilfroh ihr Gepaeck ausgelesen hatten - der erste Kontakt mit der neuen (Gast)familie unmittelbar bevorstand.

Tja das dachten wir zumindest ;) Stattdessen begruesste uns eine freundliche Mitarbeiterin der Partnerorganisation vor Ort (EIL Ecuador), die zur Erleichterung vieler fragender Gesichter auch der deutschen Sprache maechtig war. Nach etwas Wartezeit (man muss wissen, dass so Worte wie "etwas" in Ecuador anders definiert zu sein scheinen und auch gut und gerne mal mehrere Stunden bedeuten koennen. Bei uns waren es dann nur 45 min) konnten wir dann endlich unsere zwei riesigen Hauptgepaeckstuecke und den Handgepaeckrucksack aufnehmen und das Flughafengebaeude verlassen. Dort sollte ein Bus warten. Und waehrend wir zoegerlich, weil nach einem grossen Reisebus ausschuhaltend, eher langsam das Gebaeude verliessen, ging Marylenn (die nette Dame von EIL) recht entschlossenen und zuegigen Schrittes auf einen Kleinbus zu. "Der soll es sein!?" stand es uns allen ins Gesicht geschrieben! Und ja, der sollte es sein :D Und zweifelsohne waere der ausreichend fuer uns ca. 25 Personen gewesen, aber wir 25 hatten ja noch jeweils zwei nicht gerade kleine Koffer mit uns gebracht. Die Loesung? Das Haufenprinzip! Jeder hat sein Gepaeck vor dem Bus abgelegt und sich einen Sitzplatz gesucht. Anschliessend fand vielleicht 1/3 der Reisetaschen Platz in den Laderaeumen des Buses, die restlichen ca. 35 Gepaeckstuecke wurden dann auf einem Haufen zwischen den Sitzreihen gestapelt! Dann konnte es aber auch endlich losgehen richtung Buero von EIL. Dort warteten dann auch unsere Familien.
Es war schon ein komisches Gefuehl aus dem Bus zu steigen, ein Gefuehlscocktail aus Ungewissheit, Aufgeregtheit, Vorfreude und einer Nuance Angst (?).
Da ich eine Menge von Ecuadorianern mit ca. 2m Koerpergroesse gut ueberschauen kann hatte ich meine Gastmutter dann auch schnell gefunden (bzw. sie mich). Ich wurde auch umgehend sehr herzlich und liebevoll, wie die Menschen hier alle sind (!), begruesst. Dabei hatte ich auch gleich die ersten Lacher auf meiner Seite, da die Szenerie wie ich mich zu meiner Gastmutter runtergebeugt habe, um die hier ueblichen Kuesschen auf die Wange auszutauschen, doch sehr amuesant gewesen ist. Nunja "gemeinsam Lachen bringt Menschen zusammen" und so ging ich guter Dinge mit meiner Gastmutter richtung neues zu Hause! Bzw. richtung naechstgroessere Strasse, um dort ein Taxi zu nehmen (Taxifahren in Ecuador ist uebrigens mega guenstig).

Bevor ich aber nun endlich die langersehnte Dusche nehmen konnte, frug mich meine Gastmutter noch ob ich nicht sehen moege wo sie arbeitet. Ich habe zugestimmt (nachdem ich die Frage mangels Spanischkenntnissen endlich verstanden hatte) und so hielten wir nach nur kurzem Umweg vor einem kleinen Kiosk mit anliegendem Festsaal, der wie ich erfahren durfte meiner Gastmutter gehoerte. Dort habe ich dann auch meine erste Empanada in Ecuador verspeist und in der Ueberzeugung es sei mein Mittagsessen auch noch eine Tortilla. Als ich dann aber zu Hause angekommen alle neuen Familienmitglieder begruesst hatte, stand das eigentliche Mittagsessen in riesigen, dampfenden Portionen in der Kueche bereit. "Das soll ich alles essen!!?" Nunja so sehr ich mich zwecks Hoeflichkeit auch bemueht habe, ein bisschen Reis musste ich dann doch liegen lassen. Habe dann auch gleich darum gebeten naechstes Mal etwas kleinere Portionen zu bekommen, da ich sooo leckeres Essen nur sehr ungern kalt werden lasse! Mit dem Kompliment im Nebensatz hatte ich auch nicht das Gefuehl irgendwen gekraenkt zu haben und so gab es fortan eine europaeische Portion fuer mich.

Die uebrige Zeit in Quito will ich etwas kuerzer fassen:

Jeden Tag (Mo. - Fr.) nahm ich den Bus (mit 25 $-Cent auch sehr billig) richtung Experiment, um dort Spanisch- und "How to teach"-Kurse, sowie Hilfe bei organisatorischen Angelegenheiten wie z.B. der Beantragung des Censo (ecuadorianische ID fuer Auslaender), zu bekommen.
Dabei waren vor allem der Spanischkurs in Kombination mit dem Zwang im Alltag Spanisch zu sprechen Gold wert! Schon nach der ersten Woche habe ich (und meine (Gast)familie auch) gemerkt wie sich meine Kenntnisse von Null auf das erste Level der Konversation erheben konnten. Was mich persoenlich sehr gefreut hat!!!

Die Nachmittage habe ich dann genutzt, um entweder was mit meiner Familie oder den anderen Freiwilligen zu unternehmen. Insgesamt habe ich daher in meinen drei Wochen (3 Wochen deshalb, weil ich mich fuer eine zusaetzliche Woche Spanischkurs entschieden hatte, sonst sind zwei Wochen ueblich) unglaublich viel von Quito und der naeheren Umgebung gesehen. So habe ich neben dem Centro Historico und dem Panecillo, auch die heissen Quellen von Papallacta, die Aequatorlinie samt Denkmal und Musuem, Otavallo mit seinem typischen Indigena-Markt, sowie Quito, nach erfolgreicher Besteigung des Pichinchas, von oben sehen und erleben duerfen.

All das lies mich eine wunderschoene Zeit in Quito haben, sodass ich meine naechste Reise ins Ungewisse auch mit einem weinenden Auge angetreten bin. Aber immerhin konnte ich mit den Haustuerschluesseln und der Gewissheit staendig „nach Hause“ zurueckkehren zu koennen, in das Projekt starten (Das war wirklich eine unglaublich liebe Geste von meiner Familie, die mich sehr gefreut hat).

Fuer mich ging die Reise nach Pedro Vicente Maldonado (3 Stunden westlich von Quito). Seit dem 23.08.2011 arbeiten drei weitere Freiwillige und ich fuer das dort ansaessige Projekt Faro del Saber (zu deutsch in etwa: Leuchtfeuer des Wissens). Doch waehrend die drei Maedels in Pedro Vicente arbeiten und dementsprechend auch dort von ihren Familien begruesst wurden, bin ich ausserhalb von Pedro Vicente in einem kleinen Recinto namens Guayabillas aktiv. Fuer mich sollte die Reise also noch weitergehen.

Sie ging weiter mit meiner ersten Fahrt in einem Ranchera. Zwei Stunden fuhr ich mit diesem Gefaehrt ueber eine holprige Strasse immer tiefer in den umliegenden Nebelwald hinein bis auf einmal aus dem Nichts ein kleines Dorf auftauchte und man mir sagte, dies sei jenes Guayabillas in dem ich heute lebe. Und so stand ich da nun mit meinen beiden riesigen Gepaeckstuecken mitten im Nichts und versuchte mir, geschlaucht von der langen Reise einen ersten Eindruck zu verschaffen. Mittlerweile war es aber schon dunkel, entsprechend duester waren meine ersten Impressionen. Dann hoerte ich aber ein Pfeifen, drehte mich um und sah einen freundlich aussehenden Mann auf mich zukommen. Ich habe zwar kein Wort von dem verstanden was er gesagt hat, habe aber einfach mal zurueckgelaechelt und mich mit ihm auf dem Weg gemacht (was blieb mir auch anderes uebrig). Nach 2 Minuten kamen wir dann in meinem jetztigen zu Hause an. Dort wurde ich dann auch schon von meiner Familie erwartet, um genau zu sein von meinen Gasteltern, vier Gastschwestern, einem Gastbruder und einer Gastnichte von der ich bis dato noch gar nichts wusste. Aber ich darf mich nicht beschweren, denn meine Gastfamilie hat nur 1 Tag vorher erfahren, dass ich ueberhaupt komme und ich einer Nacht- und Nebelaktion die Kueche nach draussen gebaut, damit ueberhaupt ein zimmer frei war. Typisch Ecuador.

Als ich dann also die alte Kueche, also mein neues Zimmer betrat, war die Suche nach einem Lichtschalter vergebens, mein erster Eindruck von der Strasse setzte sich also in meinem Zimmer fort. Generell gab es nur eine Gluehbirne im ganzen Haus, damit die wenigstens etwas Licht in alle Raeume bringt, sind die Waende nicht bis zur Decke hochgezogen. Und auch die, aus bekanntlichen Gruenden, ausserhalb gelegene Kueche mit vielen 6-beinigen Kuechenhelfern oder ein WC ohne Tuer mitten im Garten waren mir nicht vertraut. Als ich dann auch noch die Attraktion auf dem Dorfplatz war, kein Wort verstanden habe und die erste Nacht ohne Moskitonetz in einem viel zu kurzem Bett geschlafen habe (2m), hatte ich einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Der Kulturschock war da. Kein guter Start!

Am ersten Abend habe ich also wirklich gedacht, dass ich es nicht lange aushalten werde. Meine Stimmung befand sich im freien Fall nach unten und mir kam auch laengst nicht die liebevolle Offenheit entgegen wie ich sie in Quito erlebt hatte (Ich hab meine Gastmutter bis heute nicht einmal umarmt. Sehr untypisch fuer Ecuador). Ich habe mich schon sehr allein(gelassen) gefuehlt. Mitten in einem fremden Land, einer fremden Kultur unter Menschen dessen Sprache ich nicht zu sprechen wusste.
Ich hatte mich aber dazu entschieden es zumindest zu versuchen und mir dabei ein paar Leitgedanken die uns vermittelt wurden sehr zu Herzen genommen:

"It´s not bad it´s just different"

Ich wollte ein Land (er)leben und nicht nur aus den Augen eines Touristen sehen, also wollte ich das nun auch durchziehen!

Nach meiner Entscheidung mich bei Experiment e.V. auf ein weltwaerts-Jahr zu bewerben. Die zweitbeste Entscheidung die ich in letzter Zeit getroffen habe! Mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich ein unvergesslich schoenes Jahr haben werde! Die harten Zeiten sind vorbei. Denn allmaehlich schwinden meine Probleme mit dem Spanisch auf dem Land und der Unterricht an der nur 5 min entfernten Schule macht sehr viel Spass, da ich das Glueck hab nur kleine Gruppen von max. 10 Schuelern unterrichten zu muessen. Ausserdem verstehe ich mich blendend mit meiner Familie (auch wenn die Beziehung wie gesagt kuehler ist als die zu meiner Gastfamilie in Quito) und ich fuehle mich mehr und mehr als ein Teil der Communidad. Was will ich mehr? ;)

Ich habe realisiert, dass ich eigentlich im Paradies gelandet bin, man muss es nur schaffen seine europaeische Sichtweise der Dinge abzulegen und den Umstaenden offen zu begegnen.
Denn auch wenn die Menschen hier nicht viel besitzen, jeden Tag hart arbeiten muessen, die Hygenie bedenklich ist und Kommunikations- und Transportmoeglichkeiten Mangelware sind, habe ich niemals zuvor so glueckliche Menschen gesehen. Jeden Abend wird zusammen Sport gemacht (Volleyball und/oder Fussball) und generell wird keinem netten Gespraech aus dem Weg gegangen. Hier wird das Leben noch gelebt.

Ein weiterer Aspekt der mich hier so gluecklich sein laesst ist die Tatsache, dass mir seitens meines Projektleiters und der Direktorin meiner Schule sehr viele Freiheiten eingeraeumt werden. Allgemein ist das Leben hier viel gelassener und nicht zu vergleichen mit dem hektischen Leben in Deutschland - auch wenn ich an manchen Stellen das dt. Zeitverstaendnis mit seinem Puenktlichkeitsgedanken sehr vermisse. :D

Aber auf jede Sache die man vielleicht vermissen koennte kommen hier unzaehlige Dinge die es neu zu erleben gibt. Diese Tatsache ist es wohl auch die die Zeit so schnell vergehen lies. Alles kommt mir vor als waere es vielleicht vor ein, zwei Wochen passiert, dabei bin ich nun schon seit 3 Monaten hier. Aber so ist das nunmal die schoensten Momente sind immer die die am schnellsten vergehen.
Mit dieser traurigen Gewissheit schaue ich heute nach Ueberwindung aller Hindernisse und Schwierigkeiten sehr vorfreudig auf neun weitere Monate der bisher spannendsten und praegensten Zeit meines Lebens.

Auf das sie nicht allzu schnell vorbeigeht.


Halbzeit in Ecuador
-Die Zeit vergeht wie im Flug-

“Jetzt beginnt es, mein Jahr in Ecuador. Ich bin da. Ich bin in Quito. Es geht los! Was mich jetzt wohl erwartet? Wie geht es weiter? Was!? Wir sollen nen Spanischtest schreiben!? Verdammt ich kann doch kein Wort Spanisch. Den Test kann ich so wie er kommt abgeben… aber wenn ich schon hier scheiter wie soll das dann erst spaeter werden? Komm ich dann ueberhaupt zurecht? Aber klar. Das wird schon. Sonst wuerden sie doch niemanden auswaehlen, der des Spanisch nicht maechtig ist. Man lernt doch schnell…Oder? Ach ich mach mir bestimmt zu viele Gedanken. Nunja wer wuerde es nicht tun? immerhin 10.000 km von der Heimat entfernt. Fremdes Land. Fremde Leute. Fremde Kultur. Und … ja da ist sie wieder (-.-).. die fremde Sprache!”

Oohhh jaaa… als ich vor 6 Monaten im Seminarraum vom Experimentbuero in Quito sass und uns die ersten Anweisungen zugetragen wurden, da ging mir schon so einiges durch den Kopf. Wie war doch alles ungewiss, ja schon fast realitaetsfern.
Heute nach 6 Monaten Aufenthalt hat sich das Blatt gewendet. Man hat sich eingelebt. Strukturen und Beziehungen aufgebaut. Sich einen Alltag geschaffen. Heute ist alles normal. Man fuehlt sich heimisch.
Und vieles von dem was uns im Voraus versprochen, berichtet und erzaehlt wurde hat sich bewahrheitet. Die ehemaligen Freiwilligen haben ihre Erfahrungen ja noch mit uns teilen duerfen (ich finde das sollte immer so sein!). Und alle haben sie gesagt:

“Ihr werdet nen hammer Jahr haben und mit mindestens einem weinenden Auge die Heimreise antreten”.
“Ja.. am Anfang wars schon nicht so leicht. Aber ach… das verging so schnell!”
“Mach dir ja kein Kopf wegen der Sprache, ich konnte auch kein Wort, das klappt auf jeden Fall.”
“Aller Anfang ist schwer, aber schlussendlich hat mir die Arbeit sehr gut gefallen!”
“Am Ende wird jeder traurig sein wenn du gehst - du miteingenommen.”

Und ohne Frage hat es Zeit und Kraft gekostet den Anfang zu ueberstehen, sich zu akklimatisieren. Ohne Frage beschraenkte sich die Kommunikation zunaechst auf das einfachste Niveau. Ohne Frage kam man sich am Anfang ueberfordert vor, alleine vor erwartungsvollen Schuelern. Aber unglaublich schnell und mit jeder Kleinigkeit war die Phase schnell hinter sich gebracht. Danach ging es fuer mich nur noch bergauf! Meine gute Laune konnte nicht einmal dadurch getruebt werden, dass von Weihnachtsstimmung hier in Ecuador nicht viel zu merken war. Haette ich zu Hause keine Weihnachtslieder gespielt, Kekse aus Deutschland geschickt bekommen und wir einen supergutangekommenen Weihnachtsmarkt organisiert, waeren die Weihnachtstage wahrscheinlich, so wie alle anderen Tage auch, ins Land gegangen. Und auch ein kleiner Zwischenfall auf meiner Geburtstagsparty liessen mich nicht bereuen die weite Reise in die grosse weite Welt angetreten zu haben.
Im Gegenteil:
Ich bin mir mittlerweile so sicher, dass es die richtige Entscheidung fuer mich war “weltwaerts” zu gehen. Ich darf hier so unglaublich viel erleben und lernen. Ich schaetze mich gluecklich diese Bereicherung mitnehmen zu duerfen.
Tja. Aber wie das nunmal so ist, die schoensten Zeiten vergehen immer am schnellsten. Mehr als die Haelfte vom Jahr ist schon rum. Und jetzt schon kommen alle Kids aus der Schule nahezu taeglich an fallen mir in den Arm und sagen : “Du darfst nicht gehen!! Und wenn doch dann must du mich mitnehmen” . Ich weiss nie was ich sagen soll. Es wird mir glaub ich wirklich das Herz brechen alle hier zurueckzulassen. Die Kids, die Familie, die Freunde…kurz meine zweite Heimat.

Aber eigentlich will ich noch nicht dran denken muessen. Jetzt wo hier Schulferien sind arbeiten wir erstmal in anderen Bueros unseres Projektes Faro del Saber. Es wird bestimmt super die Menschen und ihre Lebensweise aus den anderen Regionen Ecuadors kennenzulernen.

Danach starten wir dann endlich in unsere Projekte, was bestimmt auch ne super spassige Abwechslung zum Schulalltag wird. Ich freue mich jetzt schon auf die Leute zuzugehen und gemeinsam Ideen zu entwicklen und schlussendlich selbige in die Tat umzusetzen. Ich hab auch jetzt im Vorfeld schon mit vielen Leuten geredet und ein durchweg positives Resumee bekommen. Es waere unglaublich klasse wenn wir den Menschen vor Ort was handfestes darlassen koennten. Eines steht jedenfalls fest: Es liegt noch eine super Zeit vor mir!
Neben der Arbeit werden naemlich auch meine Ferien einzigartig! Es geht fuer mich nach Galapagos. Eines der letzten Paraise der Welt und ich darf es sehen. Ich bin jetzt schon voller Vorfreude!
Tja... So ein Jahr kommt nicht wieder. Nur leider geht es viel zu schnell vorbei...

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