Freiwilligendienst in Peru / Weltwärts

Projekt in einer indigenen Organisation mit vielfältigen Möglichkeiten in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung

Weltwärts Peru
Land
Peru
Form
Weltwärts
Laufzeit
12 Monate
Träger
Welthaus Bielefeld e.V.
Ansprechpartner
Susanne Herrmann
Telefon
0521-98648-41
E-Mail
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Projektbeschreibung

Asociación de Defensa y Desarrollo de las Comunidades Andinas del Perú (ADECAP)

Ort: Lima, Huancayo, Pampas und Colcabamba in der Provinz Tayacaja, Departament Huancavelica, Peru

Die Organisation

1985, zur Zeit des internen Konflikts, wurde ADECAP von indigenen Bauern gegründet. Hier haben sich zur Zeit 92 quechuasprachige indigene Bauerngemeinden in der Provinz Tayacaja/Huancavelica, einer der ärmsten Regionen Perus, zusammengeschlossen, um sich vor Übergriffen von Rebellen
und Militär zu verteidigen und ihr Land von Großgrundbesitzern zu erkämpfen. Mit dem Ende der politischen Konflikte begann ADECAP Entwicklungsarbeit zu leisten. ADECAP ist traditionell basisdemokratisch: Sowohl die Mitarbeitenden als auch die Leiter kommen allesamt aus Bauerngemeinschaften. ADECAPs Engagement verteilt sich auf verschiedene Unterprojekte, die weitgehend unabhängig voneinander arbeiten. Zur Zeit gibt es:

•Bilinguale interkulturelle Erziehung (EBI)
•Gesundheit (Reduktion der Unterernährung)
•Nachhaltige Landwirtschaft
•Rechte

Dabei versteht sich ADECAP stets als Vertretung und Fürsprecher aller Quechua-Indigenen Perus. Ihre Vision für die Zukunft der Quechua-Indigenen in einem von der spanischsprachigen Kultur geprägten Land ist: Einigkeit, gemeinschaftlicher Landbesitz, kulturelle Selbstbestimmung.

Mögliche Arbeitsfelder für die Freiwillige/ den Freiwilligen:

Projektplatz 1 (Erziehung, Gesundheit und Landwirtschaft):

Fortführung bilingualer interkultureller Erziehung (EBI) für Kinder in Kindergarten, Vorschule und im ersten, zweiten Grundschuljahr. Schulung von Lehrern in angepasster Waldorf-Pädagogik.

•Besuche von Schulen und Kindergärten in Dorfgemeinschaften
•Vorbereitung und Durchführung von Workshops
•Evtl. eigene Projektideen mit und für Kinder (Beispiele bisher: quechuasprachiges Märchenbuch, Möbelbau für Grundschulen)
•Fortbildungen für Lehrer in bilingualer interkultureller Erziehung (EBI) für Kinder im Kindergartenalter bis zweites Grundschuljahr
•Elternarbeit und Versammlungen der indigenen Gemeinden
•Unterricht (EBI) von Kindern im Kindergartenalter bis zweites Grundschuljahr
•Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht, Behörden und Bürgermeisteramt
•Verwaltung des Projektes EBI

Auch sollen durch integrierte Maßnahmen zur Reduzierung der Unterernährung von Kindern in 25 quechua-sprechenden Bauerngemeinden der Provinz Tayacaja, Region Huancavelica beigetragen werden.
•Verbesserung der Nahrungsproduktion der Familien durch Diversifizierung und neue Wertschätzung alter Anbaumethoden durch nachhaltige agro-ökologische elementare Verfahren und dem Halten von Kleintieren zur Stärkung der Selbstversorgung
•Schaffung eines gesunden Wohnumfeldes in den Dorfgemeinschaften (Bau von Latrinen, Waschbecken, Duschen, Abwasser-entsorgung, verbesserten Kochstellen, Regalen, Wärmewänden etc.)
•Vermittlung von präventiven Gesundheitsmaßnahmen etc. in Workshops
•Hausbesuche zur Erhebung und Über-wachung der durchgeführten Maßnahmen
•Herstellung didaktischen Lehrmaterials wie Faltblätter, Broschüren oder Plakate
•Durchführung von gegenseitigen Besuchen der ProjektteilnehmerInnen zum Austausch gemachter Erfahrungen
•Mülltrennung und –entsorgung
•Koordination mit lokalen Gesundheitsposten und -zentren
•Projektevaluierung und Berichterstattung
•Hilfe bei technischen Problemen mit Computern


Projektplatz 2 (Gesundheit und Landwirtschaft):

Ernährungssicherung und Verbesserung der Wohnverhältnisse in den Anden

•Wiedergewinnung, Verbesserung und Konservierung des Bodens, des Wassers und der Bäume als Grundlage einer nachhaltigen Landwirtschaft
•Förderung nachhaltiger Landwirtschaft durch Kurse für Familien, damit sie nachhaltige agroökologische Praktiken auf ihren Feldern anwenden
•Herstellung von Biodünger und biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln mit eigenen Mitteln der Bauern
•Fortbildungen in Gesundheitsvorsorge für Mütter und Kinder wie z.B. Erkrankungen, Ernährung, Impfungen
•Vorführungen zu ausgewogener Ernährung
•Herstellung von Informationsmaterial zur Hygiene im Alltag der Bauerngemeinden
•Reparatur und der Wartung der Trinkwasserversorgung
•Herstellung didaktischen Lehrmaterials wie Faltblätter, Broschüren oder Plakate
•Fortbildungen im Programm „Gesundes Wohnen“ wie verbesserte Kochstellen, Latrinen, Waschstellen, Duschen, etc.
•Hausbesuche zur Erhebung und Überwachung der durchgeführten Maßnahmen
•Durchführung von gegenseitigen Besuchen der ProjektteilnehmerInnen zum Austausch gemachter Erfahrungen
•Koordination mit lokalen Gesundheitsposten und -zentren
•Projektbegleitung und Evaluierung
•Anfertigung von Berichten
•Hilfe bei technischen Problemen mit Computern

Anforderungen an den Freiwilligen

Hilfreiche Fähigkeiten:

•Hohe Selbstständigkeit und Eigeninitiative
•Gute spanische Grundkenntnisse
•Bereitschaft zum Erlernen von Grundkenntnissen in Quechua
•Bereitschaft zum interkulturellen Lernen
•Bereitschaft, in einfachen Verhältnissen auf dem Lande zu leben
•Berufsausbildung von Vorteil
•robuste Gesundheit (Höhe, Kälte, Hitze, hohe Sonneneinstrahlung, prekäre hygienische Verhältnisse)
•Es empfiehlt sich, sich vorher zu Hause gründlich gesundheitlich untersuchen zu lassen

Benötige Sprachkenntnisse

Spanischkenntnisse


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Bitte bewirb dich bitte direkt bei dem Träger dieser Freiwilligendienststelle in Peru:

-> Welthaus Bielefeld e.V.